Freitag, 3. September 2010

Sparpacket? Nein danke!

Die Jugend in Schleswig-Holstein hatte es seit jeher schwer. Kaum ein anderes Bundesland verändert das Schulsystem so häufig wie Schleswig-Holstein. Von Profiloberstufe, über G8 (Abitur nach 12 Jahren) bis hin zu der Zusammenlegung von Haupt- und Realschulen in Regional- und Gemeinschaftsschulen neben denen das Gymnasium als Eliteschule verbleibt. Dies sind die Sparmaßnahmen, die die Landesregierung in Sachen Bildung eingesetzt hat. Doch nicht nur hier wird mit dem Sparpacket gekürzt, die Jugend trifft es noch härter durch Kürzungen der Gelder der Kommunen werden Schwimmbäder dicht gemacht, werden Büchereien und Jugendzentren geschlossen. Und wozu?

Die Politiker sprachen immer davon, dass nicht genügend Geld vorhanden wäre, um Schulen zu sanieren und das Freizeitangebot für Jugendliche zu verbessern. Doch als sich die HSH Nordbank verspekulierte und Nonnenmacher (Vorstandschef HSH) sogar noch 300 Mio. Euro an die bereits nicht mehr existierende Lehmann Brothers Bank überwies, war die Landesregierung sofort bereit Milliarden zur Rettung der HSH einzusetzen. Und nun sollen wir dafür Zahlen, dass der Kapitalismus versagt hat. Unis sollen geschlossen werden und unsere Schulen  verrotten vor sich hin, im Gegenzug kassiert Nonnenmacher und andere Vorstandsmitglieder Millionen an Boni.

Lassen wir uns das gefallen? Nein, heute am 08.09.2010 demonstrieren wir in Kiel gegen das Sparpacket der Landesregierung. Doch das ist erst der Auftakt zu einer Reihe von Gegenbewegungen in den kommenden Monaten. Die Krise hat einen Namen: Kapitalismus! Aber nur gemeinsam sind wir stark. Also kämpfe mit uns für deine Rechte. Sparpacket, nein danke.

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