Mittwoch, 12. Januar 2011

Rinks und Lechts… Alles das Gleiche? Mitnichten!


Nicht erst seitdem die schwarz-gelbe Regierung im Amt ist und ihre Familienministerin Kristina Schröder  bereitwillig rund 2 Mio. Euro Fördergelder zur Bekämpfung und Prävention von „Linksextremismus“ bereitstellte, geistert der unsägliche Extremismusbegriff durch die deutsche Politik und Medienlandschaft.
Die sich selbst zu Sozialwissenschaftlern erhebenden Extremismustheoretiker zeichnen dabei das Bild einer „bürgerlich-demokratischen Mitte der Gesellschaft“, die sich ständig der Bedrohung durch ExtremistInnnen verschiedener Coleur ausgesetzt sieht. Diese sich selbst als „demokratische Mitte“ bezeichnenden Verfechter der bürgerlich-kapitalistischen Ordnung verwenden dabei gerne die Metapher des Hufeisens, dessen äußere Ränder scheinbar nicht weit von einander entfernt sein.
Praktisches Ziel der Etablierung der Extremismustheorie ist nichts weiter als die Gleichsetzung aller von der bürgerlich-kapitalistischen Ideologie abweichenden Weltanschauungen- völlig unerheblich davon, ob diesen, wie dem Faschismus ein zutiefst menschenverachtendes (und letztlich auch mörderisches) Weltbild zu Grunde liegt. Oder ob sie wie der Kommunismus auf die Befreiung aller Menschen von jeglicher Unterdrückung abzielt.
Ferner erleichtert diese Sichtweise der Extreme die Kriminalisierung notwendigen antifaschistischen Engagements enorm und verschleiert wie tief rassistisches, antisemitisches und sozial-darwinistisches Denken gerade oft in jener viel beschworenen Mitte der Gesellschaft verankert ist.
Dass die Herrschenden ausgerechnet jetzt die „Extremismuskeule“ schwingen, geschieht nicht ohne Grund: Im Zuge der größten Weltwirtschaftskrise seit 1929 treten die Widersprüche der kapitalistischen Ordnung immer deutlicher zu Tage. Aus Angst davor, dass die Menschen diese erkennen und nach Alternativen suchen, soll ihnen eingetrichtert werden, dass es eben keine Alternativen zum Kapitalismus gäbe bzw. dass diese alle eine Bedrohung für die Menschen darstellen, die es abzuwehren gelte. Kurz: Der Kapitalismus soll als „Ende der Geschichte“ in den Köpfen der Menschen einbetoniert werden… Es liegt auch an uns, zu zeigen, dass dem nicht so ist!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen