Montag, 24. Oktober 2011

Pressemitteilung der SDAJ (Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend) Kiel


Wir haben heute eine satirische Aktion gegen die hohen Fahrpreise bei der KVG durchgeführt.
Seit Jahren steigen die Preise der KVG in scheinbar unermessliche Höhe. Unter dieser Entwicklung leiden besonders Menschen ohne dicken Geldbeutel. Aber eben diese Menschen brauchen den öffentlichen Nahverkehr besonders dringend. Sie können sich kein Auto leisten und sind daher auf die Busse angewiesen.  Für uns ist Mobilität ein Grundrecht, das jedem Menschen zusteht. Deshalb fordern wir einen kostenlosen öffentlichen Nahverkehr für alle. Der erste Schritt dazu ist die Einführung eines kostenlosen Sozialtickets für SchülerInnen, Azubis, Hartz4-BezieherInnen und RentnerInnen.
Das darf aber keines Wegs auf dem Rücken der Beschäftigten der KVG ausgetragen werden. Diese haben nämlich ebenso in den letzten Jahren erhebliche Einschnitte hinnehmen müssen. So  wurden durch die Privatisierung Löhne gesenkt und die Beschäftigten in alte und neuangestellte gespalten. Und auch bei der Rekommunalisierung wurden die Mehrkosten auf sie abgewälzt. Denn die 49% der KVG wurden 2001 für  12450€ verkauft und später für ca. 1 Million Euro zurückgekauft. Es wurde also einem privaten Unternehmen Geld geschenkt - die Fahrgäste und Angestellten haben darunter gelitten. Dem wollen wir entgegentreten! Öffentlicher Nahverkehr kann, wenn er sozial gestaltet ist, sich nicht selbst tragen und erst recht keinen Profit abwerfen - er muss durch die Kommune getragen werden.
Deshalb fordern wir die entschädigungslose Rekommunalisierung aller Betriebe der Daseinsfürsorge, dazu gehören auch die Stadtwerke, welche Gewinne erwirtschaften, aus denen dann z.B. der Betrieb der KVG bezahlt werden  könnte.
Außerdem müssen die Kommunen besser finanziell ausgestattet werden, hierfür tragen Bund und Land die Verantwortung.

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