Sonntag, 12. August 2012

Rostock-Lichtenhagen 1992. 5 Tage Pogrom

Rostock-Lichtenhagen: 20 Jahre später

Rostock-Lichtenhagen im Spätsommer 1992. Scheiben klirren, ein Brandsatz
fliegt auf ein Haus. Von draußen ertönen rassistische Sprechchöre. Die Täter
können über mehrere Tage, ungehindert von der Polizei und bejubelt von den
Anwohnern, das sogenannte “Sonnenblumenhaus” angreifen. Es ist das Zuhause
für ca. 150 vietnamesische Gastarbeiter, direkt daneben befindet sich die
ZAST, die “Zentrale Aufnahmestelle für Asylbewerber”.

Das
traurige Schauspiel ist ein Tiefpunkt einer ganzen Reihe von mörderischen
Angriffen in den frühen 90ern auf Menschen, die als Ausländer, Andersartige
oder Andersdenkende identifiziert wurden. Wie konnte ein gesellschaft-
liches Klima entstehen, in dem rassistischen Brandstiftern zugejubelt wurde?
Was für Schlüsse können wir aus den Reaktionen aus Gesellschaft und Politik
ziehen? Gibt es hier Parallelen zum NSU-Skandal, steht dieser in Kontinuität mit den Geschehnissen von damals?

In Vorbereitung zur bundesweiten Demonstration zum 20ten Jahrestag des rassistischen
Pogroms in Rostock-Lichtenhagen zeigen wir den Film “Von Brandstiftern
und Biedermännern” und diskutieren mit einem Zeitzeugen

Wann: 24.08.2012 18:30 Uhr

Wo: Club M, Stadtfeldkamp 22

Wieviel: für lau

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