Freitag, 22. Februar 2013

Die Uhr schlägt 5 nach 12!


Nach Jahren der Gerüchte wurde nun offen, was viele vorhersagten: Prinovis schließt den Standort Itzehoe und die Betriebsleitung begründet dies mit Abschmelzprozessen im europäischen Druckmarkt. Sie reden von „negativem Cashflow“ und zu hohen Personalkostenstrukturen. 1000 MitarbeiterInnen sollen entlassen werden. Zulieferer werden massenhaft pleite gehen.
In den letzten Jahren wurden immer häufiger ArbeiterInnen und Auszubildende zu schlechteren Bedingungen eingestellt, mit Konkurrenz hat man versucht die Einheit der ArbeiterInnen zu unterbinden. Und was macht man in dieser Perspektivlosigkeit als Jugendlicher? Lohnsenkungen runterschlucken, Kopf einziehen, sonst gibt es Probleme. Und jetzt sollen alle entlassen werden!

An dieser Situation erkennt man deutlich, dass das Interesse der Unternehmer an „positivem Cashflow“ dem Interesse der Angestellten an einer sicheren Lebensgrundlage gegenübersteht.
Wenn sich wie momentan die Unternehmer durchsetzen, bedeutet das für uns Lohnsenkungen, Arbeitslosigkeit und damit eine geringe Lebensqualität.

Wir müssen dem den gemeinsamen Widerstand entgegen setzen, denn nur so können wir dem Angriff auf unsere Rechte entgegenwirken. Hierbei ist es wichtig, dass wir uns nicht in jung oder alt, LeiharbeiterInnen und Festangestellte oder verschiedene Standorte spalten lassen, um uns  gegeneinander ausspielen zu lassen.

Deshalb ist Solidarität von den KollegInnen an allen Standorten von Prinovis jetzt sehr wichtig.

Auch wir, die SDAJ Waterkant, sind mit euren Kampf für den Erhalt der Arbeitsplätze solidarisch.

Bei allem was wir jetzt erreichen können, muss uns aber klar sein, dass wir dauerhaft unsere Interessen nur in einem Gesellschaftssystem durchsetzen können, in dem nicht der Profit entscheidet was, wie und von wem produziert wird, sondern die arbeitenden Menschen selbst. Das heißt aber auch, dass die Unternehmen ihnen gehören müssen.

Für den Erhalt aller Arbeitsplätze des Prinovis Standortes Itzehoe!
Gegen Niedriglöhne!
Übernahme der LeiharbeiterInnen in Festanstellungen!
Unbefristete Übernahme aller Auszubildenden!

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