Mittwoch, 5. November 2014

Feuer aus den Kesseln!

Unter dieser Parole begann am 09. November 1918 durch eine Befehlsverweigerung der Marinesoldaten in Kiel die Novemberrevolution. 
An diesem Tag stoppten die überall in Deutschland entstehenden Arbeiter- und Soldatenräte den ersten Weltkrieg und stürzten, wo sie konnten, Großgrundbesitzer und Mitglieder der Obersten Heeresleitung. Dies beendete das Massenmorden an Arbeiterinnen und Arbeitern durch das Kapital, OHL und Monarchisten. Allerorts kämpften die Menschen für Frieden und Brot.
Diese Revolution wurde später durch Kaisertreue und das Kapital mit Hilfe der SPD-Führung niedergeschossen. Die SPD setzte damit den, bereits durch Bewilligung der Kriegskredite begonnenen, Verrat an der Arbeiterbewegung fort. Auch wenn die Novemberrevolution nicht beendet wurde, so sind einige ihrer Errungenschaften bis heute präsent. Dazu zählen: 8-Stundentag, das allgemeine und Frauenwahlrecht, Tarifautonomie, Arbeitsgerichtbarkeit, Betriebsräte, Kündigungsschutz, die Koalitions-, Versammlungs- und Pressefreiheit u.v.m..Auch heute sehen wir, wie Nato Flotten in Kieler Häfen ein und ausziehen, um Kriege zu führen. Genauso werden viele andere Errungenschaften in Frage gestellt. So wird Beispielsweise die teilweise erreichte Emanzipation der Frau durch Betreuungsgeld und andere Angriffe zurückgedrängt und ein rückschrittliches Rollenbild etabliert. 
Auch in Arbeitswelt stehen die Zeichen auf Rückschritt: Einführung der Rente mit 67, Aufweichung von Tarifverträgen, Aushölung des Acht-Stunden Tages und eine Privatisierung nach der anderen machen deutlich, wer in diesem Staat das Sagen hat. 
Damals wie heute sind deutsche Banken und Konzerne immer noch unser Hauptgegner. Der Widerstand gegen sie muss sich erweitern, damit wir Errungenschaften verteidigen, die heutigen Kriege beenden und eine Perspektive jenseits des Kapitalismus erkämpfen. Wir von der SDAJ-Kiel laden dafür zu einer Infoveranstaltung mit Film, Getränken und Diskussionen zur Novemberrevolution ins Gewerkschaftshaus. Wir zeigen nach kurzem Redebeitrag einen Film zu Karl Liebknechts Leben und Schaffen.

Seit dabei am 09.11.14
18 Uhr im Jugendbüro des Gewerkschaftshaus
Legienstraße 22

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